Bei der Regionalen Chemotherapie (RCT) handelt es sich um ein innovatives und schonendes Verfahren zur effizienten Tumorkontrolle bei Krebspatient:innen. Ziel des Verfahrens sind die Verlängerung der Lebenszeit sowie die Verbesserung der Lebensqualität von Krebspatient:innen.
Angewendet wird die RCT unter anderem bei Analkrebs, Kopf-Hals-Tumoren, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Brustkrebs,
Eierstockkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Gallengangskrebs, Hautkrebs, Speiseröhrenkrebs, Magenkrebs, Osteosarkom und dem Pleuramesotheliom.
Die Regionale Chemotherapie (RCT) ist ein innovatives Verfahren zur effizienten Tumorkontrolle bei Krebspatient:innen, das am Medias Klinikum angewendet wird. Dabei wird das Chemotherapeutikum gezielt über die Arterie verabreicht, die den Tumor versorgt. So erreicht der Wirkstoff eine vielfach höhere Konzentration im Tumorgewebe. Da der Wirkstoff nach der Tumorpassage wieder aus dem Blut gefiltert wird, treten typische Nebenwirkungen einer Chemotherapie wie Haarausfall, Übelkeit, Schleimhautschäden oder Knochenmarkssuppression kaum oder gar nicht auf. Knochenmarkssuppression bedeutet: Der Körper produziert vorübergehend zu wenige Blutzellen.
Die Regionale Chemotherapie (RCT) wirkt gezielter und verursacht deutlich weniger Nebenwirkungen als die klassische, systemische Chemotherapie. Bei der klassischen Chemotherapie durchströmt das Chemotherapeutikum den gesamten Körper und schädigt auch gesundes Gewebe. Bei der regionalen Chemotherapie wird der Wirkstoff gezielt über die Arterie verabreicht, die den Tumor versorgt. So können im arteriellen Kreislauf teilweise bis zu 80-fach höhere Konzentrationen erreicht werden. Nach der Tumorpassage wird das Chemotherapeutikum durch die sogenannte Chemofiltration, ein spezielles Filterverfahren, wieder aus dem Blut entfernt. Dadurch treten typische Nebenwirkungen wie Haarausfall, Übelkeit oder Schleimhautschäden kaum oder gar nicht auf. In 95 Prozent aller Fälle wird die Behandlung gut bis sehr gut vertragen.
Die Regionale Chemotherapie (RCT) kann bei soliden Tumoren eingesetzt werden. Das sind Krebserkrankungen, die ihren Ursprung in festen Geweben oder Organen haben. Gute Ansprechraten zeigen sich bei Kopf-Hals-Tumoren, Tumoren der Bronchien sowie Tumoren der Pleura (Rippenfell), bekannt als Pleuramesotheliom, sowie bei Brustkrebs mit und ohne Metastasen. Auch bei Tumoren des Magens, der Speiseröhre, der Leber, der Gallenwege, der Bauchspeicheldrüse, der Blase, der Prostata, der Eierstöcke, des Gebärmutterhalses und Tumoren im Analbereich wird diese Methode erfolgreich eingesetzt. Ob die Regionale Chemotherapie für Sie geeignet ist, wird am Medias Klinikum immer individuell geprüft.
Die Regionale Chemotherapie (RCT) eignet sich besonders für Patient:innen, deren Tumor gut durchblutet ist und über eine Arterie gut erreicht werden kann. Auch Patient:innen, die nicht ausreichend auf die klassische Chemotherapie angesprochen haben oder bei denen der Tumor bereits Resistenzen entwickelt hat, können von der bis zu 80-fach höheren Wirkstoffkonzentration profitieren. Wir beraten auch Patient:innen, die eine Zweitmeinung suchen. Ob die Regionale Chemotherapie für Sie infrage kommt, klären wir am Medias Klinikum in einem individuellen Gespräch. Kontaktieren Sie uns gerne unter +49 (0) 8677 / 9160-0 oder [email protected].
Das Medias Klinikum in Burghausen, Bayern, ist eine auf Onkologie spezialisierte Privatklinik mit dem Schwerpunkt Regionale Chemotherapie (RCT). Seit der Gründung hat das Medias Klinikum mehr als 20.000 Behandlungen mit der Regionalen Chemotherapie durchgeführt. Die Klinik wird von Prof. Dr. Karl R. Aigner geleitet. Er ist Ärztlicher Direktor und Chefarzt des Medias Klinikums und gilt seit über 40 Jahren als einer der weltweit führenden Pioniere der Regionalen Chemotherapie. Seine klinischen Ergebnisse sind in zahlreichen wissenschaftlichen Publikationen dokumentiert. Das Medias Klinikum ist aktiv in Forschung, Lehre und der internationalen Ausbildung onkologischer Chirurg:innen und kooperiert auf nationaler Ebene mit dem Netzwerk Genomische Medizin (NGM) Lungenkrebs der Kölner Lungenkrebsgruppe (LCGC) und dem Institut für Pathologie im Centrum für Integrierte Onkologie (CIO) am Universitätsklinikum Köln.
Die Regionale Chemotherapie (RCT) wird in Zyklen durchgeführt. Da jeder Tumor unterschiedlich auf die Behandlung anspricht, variieren sowohl die Anzahl der Zyklen als auch die Behandlungstage pro Zyklus. In der Regel sind zwei bis sechs Zyklen notwendig, wobei pro Monat ein Zyklus stattfindet. Jeder Zyklus umfasst einen etwa einwöchigen stationären Aufenthalt. Am ersten Tag erfolgen Aufnahme, ärztliche Untersuchung und Aufklärung. Ab dem zweiten Tag beginnt die eigentliche Behandlung. In der Regel können Patient:innen wenige Stunden nach dem Eingriff oder spätestens am Folgetag wieder aufstehen. Am letzten Tag findet eine Abschlussuntersuchung statt, bevor Sie entlassen werden. Den genauen Behandlungsplan legen wir individuell mit Ihnen fest.
Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Regionale Chemotherapie (RCT) in der Regel nicht. Eine Ausnahme ist nur in seltenen Einzelfällen möglich, wenn die strengen Bedingungen des sogenannten Nikolausbeschlusses erfüllt sind. Dieser Beschluss ist eine gesetzliche Regelung, die Versicherten in bestimmten Ausnahmesituationen Zugang zu Behandlungen außerhalb des Leistungskatalogs der gesetzlichen Krankenversicherung ermöglicht. Einen allgemeinen Anspruch auf Kostenübernahme gibt es nicht. Privatversicherte Patient:innen haben grundsätzlich bessere Chancen auf eine Kostenübernahme. Wir empfehlen allen Patient:innen, die Kostenfrage frühzeitig mit ihrer Krankenkasse zu klären. Das Medias Klinikum begrüßt auch internationale Patient:innen und bietet mehrsprachige Betreuung. Patient:innen aus dem Ausland können unter bestimmten Voraussetzungen eine Kostenerstattung über ihre private, Patienten aus den USA auch über die PPO-Versicherung beantragen. Bei allen Fragen zur Kostenübernahme unterstützen wir Sie gerne. Sprechen Sie uns an unter +49 (0) 8677 / 9160-0 oder [email protected].
Das Medias Klinikum ist auf verschiedenen Wegen erreichbar: telefonisch unter +49 (0) 8677 / 9160-0, per E-Mail an [email protected] oder über das Kontaktformular auf unserer Website. Wir bemühen uns, Ihnen schnellstmöglich einen Termin zu ermöglichen. Für eine Erstbeurteilung bitten wir Sie, uns vorab aktuelle Befundberichte, Arztbriefe sowie Bildgebungen wie CT- oder MRT-Aufnahmen zukommen zu lassen. Je vollständiger Ihre Unterlagen sind, desto schneller können wir den nächsten Schritt gemeinsam planen.
Durch die hohe lokale Konzentration des Chemotherapeutikums während der Behandlung wird oft eine drastische Reduzierung der Tumorgröße oder komplette Regression, auch von lokalen Metastasen erreicht. Die verbleibende Tumormasse kann dann leichter operativ entfernt werden. Die Regionale Chemotherapie kommt in verschiedenen Modifikationen zum Einsatz.
Die Regionale Chemotherapie kann bei soliden Tumoren angewandt werden. Allerdings sprechen nicht alle Tumorarten gleich gut auf eine lokal hochkonzentrierte Therapie an. Gute Ansprechraten zeigen u.a. Kopf-Hals-Tumore, das Mammakarzinom mit und ohne und Metastasen, das Cholangiozelluläre und Hepatozelluläre Karzinom, das Pleuramesotheliom sowie Karzinome von Pankreas, Blase, Prostata, Ovarien und deren Metastasen.
In der Regel ist etwa die sechsfache Konzentration der Medikation notwendig ist, die mit einer systemischen Chemotherapie erreicht werden kann, um eine nachhaltige Zytotoxizität in soliden Tumoren zu erzielen. Mit den verschiedenen Techniken der Regionalen Chemotherapie können im Tumor drei- bis zehnfach, im Extremfall bis zu achtzigfach höhere Konzentrationen der Zytostatika erreicht werden.
Welche der Techniken zum Einsatz kommt, muss jeweils individuell evaluiert werden. Primäres Ziel der Regionalen Chemotherapie ist die Reduktion der Tumormasse, um eine operative Resektion zu ermöglichen und einen Eingriff so klein wie möglich zu halten. Im Idealfall kann es aber auch ohne Operation durch eine Regionale Chemotherapie zur Remission des Tumors kommen. Zentrales Kriterium für den Therapieerfolg ist eine gute Vaskularisierung (Durchblutung) des Tumors, denn bei schlecht vaskularisierten Tumoren kann auch über eine arterielle Infusion oder isolierte Perfusion (teilweise auch transarterielle Chemoperfusion oder TACP genannt) nur eine geringe zytostatische Wirkung erzielt werden.
Faktoren, die die Vaskularisierung eines Tumors negativ beeinflussen können, sind Narbenbildung durch vorherige chirurgische Eingriffe, vor allem aber die lange zurückliegende Radiotherapie, wie Studien belegen.
Die zwei wesentlichen Vorteile der Regionalen Chemotherapie sind die hohen zytostatischen Konzentrationen, die im Tumorgewebe erzielt werden können sowie die nur geringen systemischen Nebenwirkungen durch die lokale oder regionale Anwendung mit anschließender Chemofiltration der Medikation zur Reduktion der systemischen Toxizität. In 95 Prozent aller Fälle wird die Regionale Chemotherapie (RCT) daher von Patienten gut bis sehr gut vertragen.
Durch die geringen Nebenwirkungen wird die Lebensqualität wenig beeinträchtigt bzw. nach der Behandlung durch eine häufig schnelle Regression des Tumors verbessert. So werden z. B. Übelkeit und Erbrechen nach der Behandlung äußerst selten beobachtet.
Die Regionale Chemotherapie kann – je nach Fragestellung – mit verschiedenen Techniken durchgeführt werden. So kann eine arterielle Infusion mit einem Angiokatheter erfolgen, der unter lokaler Betäubung in die A. femoralis in der Leistenregion eingeführt, bis zum Tumor vorgeschoben und dort platziert wird. Bei einer zweiten Methode wird ein arterieller Portkatheter in das Blutgefäß implantiert, das den Tumor versorgt. Mit dieser Methode kann der Tumor so oft wie nötig arteriell infundiert werden, ohne dass jeweils erneute Eingriffe erfolgen müssen. Die Chemoembolisation stellt ein drittes Verfahren der Regionalen Chemotherapie dar. Sie wird vor allem bei Tumoren und Metastasen der Leber eingesetzt. Dabei werden die Kapillare in der Tumorregion mit Mikropartikeln temporär verschlossen und das Zytostatikum im Tumorbereich gehalten und die Einwirkzeit verlängert. Infolge des geblockten Blutflusses entsteht im Gewebe eine Hypoxie, die bei bestimmten Zytostatika die zytotoxische Wirksamkeit erhöht. Schließlich kann die Regionale Chemotherapie noch als isolierte Perfusion im Rahmen einer Operation chirurgisch durchgeführt werden. Dabei wird ein Organ oder einer Körperregion mit Kathetersystemen vom Blutkreislauf isoliert und anschließend mittels einer externen Pumpe mit einer hohen Zytostatikakonzentration durchströmt. Gleichzeitig oder unmittelbar vorher kann dem Tumor Wärme zugeführt werden (Hyperthermie) und/oder der Sauerstoffgehalt des Blutes nach Gabe des Zytostatikums herabgesetzt werden (Hypoxie). Dies bewirkt bei einigen Zytostatika eine bis zehnfach höhere Wirkung (Toxizität) am Tumor. Die isolierte Perfusion kann an den Extremitäten, am Thorax und Kopf, im Abdomen, im Becken sowie an der Leber durchgeführt werden.
Bei allen Techniken der Regionalen Chemotherapie kann nach Ende der isolierten Perfusion eine Chemofiltration eingesetzt werden, mit der die Zytostatika partiell aus dem Blut gefiltert und so die systemische Toxizität gesenkt bzw. verhindert wird. Durch die Chemofiltration treten unter Regionale Chemotherapie wenig bis kaum Nebenwirkungen auf.
Arterieller Portkatheter
Wir wenden im Rahmen der Regionalen Chemotherapie verschiedene Techniken an.
Sie sind so gestaltet, dass das Ausmaß der operativen Eingriffe so gering wie möglich gehalten wird.
Lokale Chemotherapie mit besonders hoher Zielgenauigkeit: Die intraarterielle Zytostatikainfusion ist ein spezielles Verfahren der lokalen Chemotherapie. Dabei wird ein Krebsmedikament (Zytostatikum) direkt in die Arterie eingebracht, die den Tumor hauptsächlich versorgt. Dadurch erreicht das Medikament den Tumor in deutlich höherer Konzentration als bei einer herkömmlichen systemischen Chemotherapie – während der restliche Körper weniger belastet wird.
Wie funktioniert die Behandlung?
Bei manchen Patientinnen und Patienten kann auch ein kleiner Portkatheter dauerhaft implantiert werden (siehe Abschnitt 2).
Vorteile:
Nachteil:
Ablauf des Eingriffs
Die intraarterielle Zytostatikainfusion kann sinnvoll sein bei:
Ob diese Methode für Sie geeignet ist, wird individuell anhand der Tumorart, Lage und Ihrer allgemeinen Gesundheit entschieden.
Nach der Behandlung können kurzfristig folgende Beschwerden auftreten:
Die meisten Nebenwirkungen sind aufgrund der lokalen Behandlung des Tumors deutlich geringer als bei der klassischen systemischen Chemotherapie. Das Verfahren kann auch um die Chemofiltraiton, d. h. Blutwäsche, ergänzt oder mit anderen lokoregionalen Verfahren wie der isolierten Perfusion (siehe Punkt 4: Isolierte Perfusion) kombiniert werden.
Regelmäßige Nachuntersuchungen, Blutkontrollen und bildgebende Verfahren gehören zur Therapieplanung und Verlaufskontrolle.
Bei dieser Methode wird im Rahmen einer Operation ein arterieller Portkatheter direkt in das Gefäß, das den Tumor versorgt, implantiert. So ist es möglich, den Tumor so oft wie nötig zu behandeln, ohne dass ein erneuter Eingriff vorgenommen werden muss.
Wie läuft die Behandlung ab?
Diese Technik wird vor allem bei Brustkrebs angewendet. Dabei werden die Medikamente gezielt über einen speziellen Katheter in die Schlüsselbeinarterie gelegt. Durch dieses Verfahren gelangt eine hohe Konzentration des Krebsmedikaments direkt in die Brustwand, Achselhöhle und Halsseite. So werden auch alle umliegenden Lymphbahnen erreicht.
Vorteil: Die Patientin oder der Patient ist nach der Implantation mobil, da die arterielle Infusion über den jeweils punktierten Port erfolgt.
Nachteil: Operation und entsprechende Risiken.
Die Transarterielle Chemoembolisation (TACE) ist ein minimal-invasives Behandlungsverfahren zur Therapie bestimmter Lebertumoren und Lebermetastasen. Sie verbindet die Wirkung eines lokal verabreichten Chemotherapeutikums mit einer gezielten Unterbrechung der Blutversorgung des Tumors. Dadurch kann das Tumorwachstum deutlich verlangsamt und der Tumor verkleinert werden – bei gleichzeitig geringer Belastung des übrigen Körpers.
Wann wird die TACE eingesetzt?
Die TACE wird vor allem bei folgenden Situationen angewendet:
Ihr behandelndes Ärzt:innenteam entscheidet gemeinsam mit Ihnen, ob die TACE für Ihre persönliche Situation geeignet ist.
Lebertumore werden überwiegend über bestimmte Blutgefäße – die sogenannten Leberarterien – versorgt. Bei der TACE wird ein dünner Katheter über die Leistenarterie bis in die tumorversorgenden Gefäße vorgeschoben.
Dort werden zwei Schritte durchgeführt:
Durch diese Kombination wird das gesunde Lebergewebe weitgehend geschont.
Wie läuft der Eingriff ab?
Vorteile:
Nachteil:
Nach der Behandlung können vorübergehend folgende Beschwerden auftreten:
Diese Symptome sind meist gut behandelbar und klingen schnell ab. Ihr medizinisches Team begleitet Sie engmaschig – Nachuntersuchungen und bildgebende Kontrollen sind ein wichtiger Bestandteil der Nachsorge.
Die isolierte Perfusion ist ein chirurgisches Verfahren, bei dem ein Organ oder eine Körperregion mit Kathetersystemen isoliert und diese Region anschließend mittels einer externen Pumpe mit einer hohen Zytostatikakonzentration durchströmt (perfundiert). Gleichzeitig oder unmittelbar vorher kann dem Tumor Wärme zugeführt werden (Hyperthermie) und/oder der Sauerstoffgehalt des Blutes nach Gabe des Zytostatikums herabgesetzt werden (Hypoxie). Dies bewirkt bei einigen Zytostatika eine bis zehnfach höhere Wirkung (Toxizität) am Tumor. Die Dauer des operativen Eingriffes beträgt ca. 1,5 bis 2 Stunden.
Resultat: Der Tumor schrumpft und nekrotisiert schneller.
Vorteil: Größere lokale Wirkung, weitgehende Vermeidung von Nebenwirkungen durch Entgiftung mittels Chemofiltration.
Nachteil: Operation und entsprechende Risiken.
Folgende Organe oder Körperteile können isoliert perfundiert werden:
• Extremitäten (Arm, Bein)
• Brustkorb (Lungen, Thorax und Kopf)
• Abdomen (Bauch)
• Becken
• Leber
Zur Entfernung überschießender Mengen an Chemotherapeutika im systemischen Kreislauf wird immer nach Beendigung der isolierten Perfusionsphase die Chemofiltration eingesetzt. Die Patientin oder der Patient erfährt wenig Nebenwirkungen.
Beispiel isolierte Abdomenperfusion
Die Indikation zur Anwendung der regionalen Chemotherapie orientiert sich daran, ob die Behandlung Erfolg verspricht oder nicht. Dies hängt von der Empfindlichkeit und der Blutversorgung (Vaskularisation) des Tumors bzw. der Metastasen ab. Eine wichtige Rolle spielt hierbei auch die Vorbehandlung, denn Voroperationen können durch Narbenbildung die Durchblutung des Zielgebietes stören bzw. verändern. Intensive vorangegangene Chemotherapie kann zu einer Resistenzbildung des Tumorgewebes führen. Diese Resistenz kann wiederum durch lokale Erhöhung der Zytostatikakonzentration durchbrochen werden.
Je größer das vom Tumor befallene Körpervolumen ist, umso geringer werden die Erfolgsaussichten, denn die verabreichte Gesamtzytostatikadosis wird immer mehr verdünnt. Wird das Chemotherapeutikum auf größere Areale verteilt, so sinkt demzufolge die am Ort des Befalls wirksame Konzentration. Dies geht einher mit geringerer Wirkung.
Im Spezialisten-Podcast von PRIMO MEDICO klärt Prof. Dr. Karl R. Aigner die wichtigsten Fragen im Rahmen der regionalen Chemotherapie (Transarteriellen Chemoperfusion).